Warum verfärbt sich Permanent Make-up überhaupt?

Immer wieder kommen Kundinnen aus Kreuzlingen, Konstanz und der Bodensee-Region zu mir ins Studio, die mit unschönen Verfärbungen ihres Permanent Make-ups kämpfen: Augenbrauen, die einst braun sein sollten, schimmern plötzlich blau oder grau. Lippen wirken orange statt rosig-natürlich. Lidstriche verblassen zu einem undefinierbaren Grauton.

Diese Verfärbungen sind nicht normal – auch wenn sie leider erschreckend häufig vorkommen. Als BAG-zertifizierter PMU-Artist mit über 18 Jahren Erfahrung seit 2006 weiß ich: Solche Farbveränderungen haben konkrete Ursachen, die sich vermeiden lassen.

Die häufigsten Ursachen für Farbveränderungen

Verfärbtes Permanent Make-up entsteht meist durch eine Kombination aus mehreren Faktoren:

  • Falsche Pigmentauswahl: Viele Studios arbeiten mit minderwertigen oder ungeeigneten Farbpigmenten. Werden beispielsweise zu kühle oder stark eisenoxidhaltige Pigmente verwendet, kommt es zu Blau- oder Graustich.
  • Zu tiefe Pigmentierung: Wird die Farbe zu tief in die Haut eingebracht – oft bei unerfahrenen Behandlern oder beim Einsatz von Tattoo-Maschinen statt PMU-Geräten – verändert sich die Farbe durch die tieferen Hautschichten optisch.
  • Hauttyp wird ignoriert: Jede Haut reagiert anders auf Pigmente. Bei sehr heller, kühler Haut mit bläulichem Unterton kann ein warmes Braun schnell aschig oder bläulich wirken, wenn die Pigmentmischung nicht stimmt.
  • Veraltete Techniken: Ältere PMU-Methoden oder das klassische Permanent-Tattoo für Augenbrauen nutzen andere Farbstoffe als moderne, zertifizierte PMU-Pigmente.
  • Natürlicher Abbau: Mit der Zeit baut der Körper bestimmte Farbbestandteile schneller ab als andere. Übrig bleiben oft die unerwünschten Untertöne – deshalb sollte PMU alle 1–3 Jahre aufgefrischt werden.

Blau-graue Augenbrauen: Das häufigste Problem

Blaustichige oder graue Augenbrauen sind das klassische Zeichen für zu tief gesetztes oder zu kühles Pigment. Oft sehe ich das bei Kundinnen, die ihr PMU vor vielen Jahren machen ließen oder bei günstigen Studios ohne Sachkundenachweis waren.

Das Problem: Einmal blau verfärbt, lässt sich das alte Pigment nicht einfach überschminken. Eine professionelle Korrektur – etwa durch Farb-Neutralisation, Laserbehandlung oder Removal – ist meist der einzige Weg.

Orange oder rosa Lippen nach Jahren

Auch Lippen neigen zu Verfärbungen, besonders wenn ursprünglich kräftige Rottöne verwendet wurden. Mit der Zeit bauen sich die roten Farbpigmente ab – übrig bleiben oft orange oder rosafarbene Reste.

Hier hilft meist eine Überarbeitung mit neutralen, natürlichen Nuancen oder eine schrittweise Aufhellung durch Laserbehandlung.

Gräulicher Lidstrich – typisch für veraltete Eyeliner-Technik

Permanente Lidstriche, die einst schwarz oder dunkelbraun waren, verblassen häufig zu einem unansehnlichen Grauton. Das passiert vor allem, wenn tiefschwarz pigmentiert wurde oder die Farbe zu tief eingearbeitet wurde.

Was kann man gegen verfärbtes PMU tun?

Die gute Nachricht: Verfärbtes Permanent Make-up ist korrigierbar. Je nach Ausgangslage gibt es verschiedene Ansätze:

  • Farb-Neutralisation: Mit speziellen Korrekturpigmenten können Blau- oder Grautöne neutralisiert werden. Das erfordert viel Erfahrung und Farbverständnis.
  • Cover-Up: In manchen Fällen lässt sich das alte PMU mit einer neuen, natürlichen Pigmentierung überdecken – aber nur, wenn die Verfärbung nicht zu stark ist.
  • Laser-Entfernung: Bei stark verfärbtem oder zu dunklem PMU ist eine Laser-Behandlung oft die beste Lösung. Das alte Pigment wird schrittweise abgebaut, bevor neues PMU gesetzt wird.
  • Remover-Behandlung: Alternativ zur Laser-Methode gibt es spezielle Removal-Lösungen, die das Pigment chemisch auflösen.

In meinem Studio in Kreuzlingen – direkt an der Grenze zu Konstanz, im Rückgebäude der Villa Bellevue Bodenseepraxis – berate ich regelmäßig Kundinnen mit verfärbtem PMU. Jede Korrektur ist individuell. Deshalb biete ich immer eine kostenlose Erstberatung an, in der wir gemeinsam schauen, welche Lösung am besten passt.

Wie lässt sich eine Verfärbung von Anfang an vermeiden?

Die wichtigste Regel: Lassen Sie Permanent Make-up nur von erfahrenen, zertifizierten Artists durchführen. Achten Sie auf:

  • Sachkundenachweis: In der Schweiz ist die BAG-Zertifizierung (V-NISSG) Pflicht – und ein Qualitätsmerkmal.
  • Hochwertige Pigmente: Fragen Sie nach, welche Farbmarken verwendet werden. Zertifizierte PMU-Pigmente sind speziell für die oberste Hautschicht entwickelt.
  • Individuelle Farbauswahl: Ein guter Artist wählt die Farbe passend zu Ihrem Hautton, Haarfarbe und Typ – nicht nach Schema F.
  • Realistische Erwartungen: PMU verblasst mit der Zeit. Regelmäßige Auffrischungen (alle 1–3 Jahre) halten die Farbe frisch und natürlich.

Kostenlose Beratung für PMU-Korrekturen

Sie sind unglücklich mit Ihrem alten Permanent Make-up? Ich schaue mir gerne Ihre Situation an – unverbindlich und kostenfrei. Für eine erste Einschätzung können Sie mir auch gerne ein ungeschminktes Foto per WhatsApp an +41 79 413 27 61 senden.

Mein Credo seit 2006: Permanent Make-up soll Ihre natürliche Ausstrahlung dezent unterstreichen – nicht verfremden. Deshalb arbeite ich mit modernsten Techniken, hochwertigen Pigmenten und einem geschulten Auge für Farbe und Proportionen.

Das Studio liegt verkehrsgünstig an der Hauptstraße 14a in Kreuzlingen, direkt erreichbar von Konstanz, dem LAGO Shoppingcenter und den Bahnhöfen Kreuzlingen und Konstanz. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden.

Fazit: Verfärbtes PMU ist kein Schicksal

Blaue Augenbrauen, orange Lippen oder graue Lidstriche sind ärgerlich – aber korrigierbar. Mit der richtigen Technik, Geduld und Fachwissen lässt sich nahezu jedes misslungene Permanent Make-up retten oder entfernen. Wichtig ist, dass Sie sich an einen erfahrenen, zertifizierten PMU-Artist wenden, der sich Zeit für Ihre individuelle Situation nimmt.